Telefon: 089 / 544 671 - 0

         |     Home     |     Impressum     |     Datenschutz     |     Intern     |     Sitemap     |     Fernwartung

KONTAKT

Ehrenamtliche

Erfahrungsberichte von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen:

 

1.

 

Die Frage: "Wie alt ist deine Schwester und wie alt bist du?"

 

Die Antwort: "Meine Schwester ist drei und ich halb Fünf."

 

Nach dem Memoryspiel mit A. sagt dieser zu mir: "Wenn ich mit meinen Eltern spiele, verlieren die auch immer. Die sind schon erwachsen. Du bist noch erwachsener, deshalb spielst du noch schlechter."

 

Ich mache K. darauf aufmerksam, die kleinen Würfel, die ich mühsam zusammengeklebt hatte, vorsichtig zu behandeln. Ich sagte: "Glaube mir, das war mühevoll." Er antwortet: "Das brauche ich nicht zu glauben, das weiß ich schon."

 

 

2.

 

N. betreue ich seit 8 Jahren. Er wird im Januar 16 Jahre alt und besucht die 9. Klasse des Gymnasiums. Einmal in der Woche kommt er für zwei Stunden zum intensiven Lernen zu mir und vor Schulaufgaben und in den Ferien auch öfter.

 

Er hat einen Noten-Durchschnitt von 2,8 und wir sind beide froh, wenn er am Ende des Schuljahrs das Problemfach Latein ablegen kann. Obwohl er fließend deutsch spricht, kennt er viele deutsche Wörter nicht, deshalb löse ich stets am Beginn unseres Treffens ein Kreuzworträtsel aus der Süddeutschen Zeitung mit ihm. Immer sind es mehr als 10 deutsche Wörter, die ihm fremd sind und die ich ihm erkläre. Als ihn seine Deutsch-Lehrerin kürzlich fragte, welche Sprache er denn zu Hause spräche und er sagte, dass es türkisch sei, meinte sie: "Dafür bist Du eigentlich ganz gut." Ich lerne und übe mit ihm die Fächer Deutsch, Englisch und Latein, die anderen Fächer schafft er alleine. Da er noch wenig von München kennt, machte ich zum Ende der Sommerferien mit ihm eine Stadtrundfahrt im Sightseeing-Bus und wir fuhren auf den Olympia-Turm.

 

Leider habe ich mit seiner Mutter seit drei Jahren wenig Kontakt, sie ist allein erziehend und Verkäuferin in einer Backwaren-Kette. Deutsch spricht sie schlecht und kümmert sich kaum um die schulischen Angelegenheiten ihres Sohnes. Hierfür bin ich die einzige Ansprechpartnerin des Jungen.

 

N. will deutscher Staatsbürger werden und ich denke, dass er in dreieinhalb Jahren das Abitur schaffen wird.